Wieder eine so lange Pause, aber ich habe im Moment nicht viele Energien zu schreiben. Dabei gäbe es in meinen Kopf so viele nette Geschichten zu erzählen. Aber die Tatsache, dass ich nun ganze 6 Wochen (2/3 meiner Zeit) Daten gesammelt und gesammelt habe und immer noch keine Ergebnisse vorweisen kann, ist meiner Kreativität nicht gerade förderlich. Noch dazu drängt die Zeit und ich arbeite von Sonnenauf- bis Untergang, immer noch ohne sichtbaren Erfolg. Und wenn ich denke, dass ich nun eigentlich im Endspurt der Datenaufnahme sein sollte, die Antworten meiner Fragen schon in der Grundtendenz vorliegen sollte, dass es jetzt darum gehen sollte zu sichern und Graphiken zu erstellen, bin ich einfach nur mehr frustriert.

Selbst Adrian, der bis jetzt betont hat, dass sicher bald alles klappt, beginnt mich auf den Wiener Sommer zu vertrösten. Und das schlimme ist, damit kann ich nicht mal Australien geniessen. Ich hatte mir immer vorgenommen, diesen oder jenen Ausflug zu unternehmen, wenn mal eine gewisse Routine eingetreten ist. Aber wenn keine Ergebnisse da sind, wenn jedes schöne Wetter gute Daten bedeuten könnte, die ich so dringend benötigen würde, wie soll ich da Ausflüge machen, wie soll ich da abschalten und das Leben genießen? Der Gedanke, ganz ohne irgendeinen Erfolg oder eine neue Erkenntnis aus Australien zurückzukehren widerstrebt mir einfach aufs äusserste. Das sind nicht nur 2 erfolglose Monate, mit all den Vorbereitungen, dem Antragschreiben, den administrativen Formalitäten für die Monash University habe ich fast ein halbes Jahr verloren. Und das für nichts und wieder nichts? Das ist einfach schwer zu begreifen. Aber langsam muss ich mich wohl mit diesem Gedanken anfreunden…. nicht fein, aber wahr!